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Was ist Golf?
Was ist Golf? Bild: shutterstock.com/sattahipbeach
04.03.2026 / Beginner

Was ist Golf?

Golf ist dieser Sport, bei dem Menschen in schicken Hosen kilometerweit spazieren gehen, um einen kleinen weißen Ball in ein noch kleineres Loch zu schlagen. Klingt erstmal einfach. Ist es aber nicht.

Lesedauer 4 MIN
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Was ist Golf eigentlich?

Ganz einfach gesagt:
Beim Golf versuchst du, einen kleinen Ball mit möglichst wenigen Schlägen vom Abschlag in ein Loch zu spielen, das manchmal mehrere hundert Meter entfernt ist.

Klingt simpel.
Ist ungefähr so simpel wie „einfach mal einen Marathon laufen“.

Ein Golfplatz besteht normalerweise aus 18 Bahnen, auch Löcher genannt. Jede Bahn hat:

  • einen Abschlag (Startpunkt)

  • ein Fairway (die gemähte Spielfläche)

  • und das Green (die kurz gemähte Fläche rund um das Loch)

Dein Ziel: Den Ball mit möglichst wenigen Schlägen ins Loch bringen.

Der Haken:
Zwischen dir und dem Loch liegen Dinge wie Sandbunker, Wasserhindernisse, Bäume, Rough (hohes Gras) und gelegentlich auch deine eigenen Nerven.


 

Warum spielen Menschen Golf?

Eine sehr berechtigte Frage.

Es gibt viele Gründe:

1. Golf ist ein Spaziergang mit Aufgabe
Du bist mehrere Stunden draußen, läufst über schöne Plätze und hast immer ein kleines Ziel vor Augen: den nächsten Schlag.
2. Golf ist ein Kopfspiel
Beim Golf spielst du nicht nur gegen den Platz – sondern oft auch gegen dich selbst.
Der typische Gedanke nach einem schlechten Schlag lautet:
„Okay. Jetzt konzentrieren. Der nächste wird gut.“
Der typische Gedanke nach dem nächsten schlechten Schlag lautet:
„Warum spiele ich diesen Sport eigentlich?“
3. Jeder Schlag ist anders
Beim Fußball schießt du immer auf ein Tor.
Beim Golf schlägst du jedes Mal aus einer anderen Situation.
Mal aus dem Gras.
Mal aus dem Sand.
Mal aus einem Busch, aus dem du eigentlich gar nicht spielen solltest.



 

Die wichtigste Golf-Regel

Es gibt viele Golfregeln. Sehr viele.

Aber eine ist für Anfänger besonders wichtig:

Spiele den Ball, wie er liegt.

Das bedeutet:
Wenn dein Ball im Gras, im Sand oder hinter einem Baum liegt – dann musst du ihn genau von dort spielen.

Das führt zu spektakulären Szenen wie:

  • verrenkten Körperhaltungen

  • akrobatischen Schlägen

  • oder dem berühmten Satz:
    „Ich probiere es einfach mal.“



Die Sache mit den Schlägern

Ein Golfer hat nicht nur einen Schläger.
Er hat meistens bis zu 14 verschiedene.

Warum?

Weil jeder Schläger für eine andere Situation gedacht ist.

Zum Beispiel:

  • Driver – für möglichst weite Abschläge

  • Eisen – für mittlere Distanzen

  • Wedges – für kurze, hohe Schläge

  • Putter – für das Green


Ein bisschen wie Werkzeug im Werkzeugkasten.

Oder wie Besteck im Restaurant:
Man weiß am Anfang nicht genau, welchen man benutzen soll, schaut kurz bei den anderen – und hofft, dass es richtig ist.


 

Warum Golf schwerer ist, als es aussieht

Der Ball bewegt sich nicht.
Er liegt einfach da.

Und genau das ist das Problem.

Beim Fußball kommt der Ball oft auf dich zu.
Beim Tennis bewegt er sich.
Beim Golf liegt er einfach da und wartet.

Und plötzlich merkt man:
Einen kleinen Ball präzise zu treffen, ist gar nicht so leicht.

Viele Anfänger erleben beim ersten Training folgende Schlagfolge:

  1. Luftschlag

  2. Mini-Schlag (Ball rollt 2 Meter)

  3. Überraschend guter Schlag

  4. Euphorie

  5. Drei katastrophale Schläge


Und genau diese Mischung macht Golf irgendwie süchtig.


 

Golf dauert – und genau das ist der Sinn

Eine Golfrunde über 18 Löcher dauert meist vier bis fünf Stunden.

Für manche klingt das lang.
Für Golfer ist es genau das, was sie lieben.

Du bist draußen, bewegst dich, unterhältst dich, konzentrierst dich auf den nächsten Schlag – und plötzlich sind mehrere Stunden vergangen.

Golf ist kein Sport für Eile.
Golf ist eher ein Kurzurlaub mit Schlägern.

 

Der Moment, der alles erklärt

Irgendwann passiert es.

Du triffst den Ball perfekt.

Er fliegt hoch, gerade und landet genau dort, wo du ihn haben wolltest.

Für diesen einen Schlag fühlt sich alles richtig an.

Und genau dieser Moment sorgt dafür, dass Menschen jahrelang Golf spielen.

Man jagt im Grunde immer wieder diesem einen perfekten Schlag hinterher.

 

Fazit: Golf ist einfacher – und komplizierter – als man denkt

Golf ist:

  • ein Spiel

  • ein Spaziergang

  • ein Konzentrationstest

  • und manchmal auch eine kleine Geduldsprüfung.
     

Man braucht keine besondere Körpergröße, kein bestimmtes Alter und auch keine Profi-Erfahrung, um anzufangen.

Alles, was du brauchst, ist:

  • ein Ball

  • ein Schläger

  • und die Bereitschaft, über dich selbst zu lachen, wenn der Ball mal wieder in den Bunker fliegt.
     

Und keine Sorge: Das passiert selbst den Profis.
 

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